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Intensivtestgebiet Rappbode-Talsperre

Untersuchungen zu DOC, Wasser- und Stoffströmen innerhalb der Einzugsgebiete eines Trinkwasserspeichers

Die Rappbodetalsperre liefert Trinkwasser an mehr als 1 Mio. Menschen in Mittel-Ost-Deutschland. Mit einer maximalen Tiefe von fast 90m und einem maximalen Volumen von rund 100 Mio m3, ist dies der größte Trinkwasserstausee in Deutschland. Die drei wichtigsten Zuflüsse in das Reservoir (Bode, Hassel & Rappbode), von denen jeder einzeln durch kleinere Vordämme gestaut wird, sind von unterschiedlichen Landnutzungseigenschaften mit großen Unterschieden in Nährstoffbelastung und DOC-Export geprägt.

Angesichts der relativ kurzen Verweilzeiten in den Wasserspeichern ist die Dynamik der Gewässer eng an die biogeochemischen Prozessen in ihrem Einzugsgebiet gekoppelt. Dementsprechend ist das Forschungsziel, die Wechselwirkungen zwischen Einzugsgebiet und dem Oberflächengewässer zu untersuchen. Wir sind daran interessiert die Exporte von Kohlenstoff und Nährstoffen aus dem Einzugsgebiet zu quantifizieren und entscheidenende Variablen dieser Materieströme aus der terrestrischen Umwelt in die Oberflächengewässer zu verstehen. Außerdem untersuchen wir, wie diese exportiert Nährstoffe oder organischen Kohlenstoffverbindungen im limnischen Ökosystem verarbeitet werden.

intensive test site rappbode large Ein derzeit sehr wichtiges Thema in unserer Forschung ist die Dynamik von gelösten organischen Kohlenstoff (DOC) in Trinkwasserspeichern. Ein einheitlicher Trend von steigenden Konzentrationen an DOC wurde in den vergangenen 20 Jahren in der Rappbodetalsperre verzeichnet, was zu einer abnehmenden Wasserqualität und Problemen bei der Trinkwasseraufbereitung in den Wasserwerken in der Nähe führt
.

An neun Standorten in und um das Stauseensystem beobachten wir ständig die Dynamik physikalischer, chemischer und biologischer Parameter. Dazu gehören Messtationen an Zuflüssen, an den Verbindungsstellen der Infrastruktur zwischen den Vordämme und dem Hauptreservoir, sowie zwischen dem Hauptreservoir und seinem Ablauf. Neben Stationen zur automatisierten Probeentnahme führen wir auch eine detailliertes limnologisches Monitoring-Programm in den Gewässern in zweiwöchigem Abstand durch. Enge Kooperationen bestehen mit der zuständigen Behörde (Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalt) und dem Trinkwasserunternehmen (Fernwasserversorgung Elbaue Ostharz), was einen aktiven Austausch von Daten und Wissen ermöglicht.

Aktive Forschungsprojekte sind auf die Dynamik von DOC-, Nährstoff-Entfernung in den Vordämmen, und die numerische Modellierung der Hydrodynamik und Planktondynamik konzentriert.

 

 


Kontakt: Karsten Rinke


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