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Intensivtestgebiet Selke

Dynamik der hyporheischen Zone

Das Versuchsgebiet liegt am Fluss Selke. Die Selke ist ein Nebenfluss der Bode und entwässert ein Einzugsgebiet von 458 km². Der Messplatz ist ein ca. 1 km langer Abschnitt der Selke, 3 km hinter dem Meisdorf Pegelmeßstation. Der Abschnitt ist morphologisch von naturnahen Mäandern geprägt, mit Abfolgen von Rauschen und Punkt- und Mittelkanal-Barrieren.

Forschungsaktivitäten am Selke Versuchsgelände stellen auf das Muster und die Dynamik von Wasser- und Stofftransport innerhalb der morphologischen Merkmale (z.B. Kiesbänke) ab. Es wird vermutet, dass die Verweilzeit des Stromungswassers im Strömungsbett maßgeblich den Umsatz gelöster Stoffe und den Strömungsstoffwechsel beeinflusst. Die Reaktionen im Flussbett werden im Wesentlichen durch Redox-Bedingungen kontrolliert. Denitrifikation kann zum Beispiel nur bei Sauerstoffkonzentrationen von weniger als 1 mg/l auftreten. Ein weiterer wichtiger Parameter ist die Temperatur Flußbett. Die Temperatur steuert mikrobiell ausgelöste Reaktionen und ist ein entscheidender Parameter für die Modellierung reaktiver Transportprozesse.
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Das wichtigste Ziel im Selke Versuchsgelände ist es, zu verstehen, welche hydraulischen und morphologischen Faktoren die Reaktivität der hyporheischen Zone steuern.

Am Selke Versuchsgelände wird die Temperatur von Fluß und Flußbett kontinuierlich mit Multilevel-Temperaturfühlern überwacht. Die Temperaturdaten werden für reaktive Transportmodelle und auch als natürliche Tracer zur Abschätzung von Richtung und Größe der Wasserströmung eingesetzt. Der Flußpegel und der Strömungsdruck und der oberflächennahe Aquifer werden mit Drucksensoren überwacht, um daraus die Dynamik des hydraulischen Gradienten zu ermitteln. Die elektrische Leitfähigkeit wird kontinuierlich im Strom und im Strömungsbett überwacht und als natürlicher Tracer zur Ableitung der Bewegungszeiten im Flußbett genutzt. Sauerstoff wird im Flußbett durch Einsatz neu entwickelter vertikaler optischer Sauerstoffprofiler gemessen. Die Meßstation Meisdorf ist mit einer Multi-Parameter-Sonde und automatisierten Probenehmern zur Überwachung der Wasserqualität ausgestattet.

 

 


Kontakt: Christian Schmidt, Jan Fleckenstein


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