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Versuchsgebiete

 

Das Nordostdeutsche Tieflandobservatorium von TERENO umfasst vier Untersuchungsgebiete die sich in Intensität und Historie der Landnutzungsformen unterscheiden.

four test areas

 

 

 

 

 

 

 

 

  1. der Müritz Nationalpark als geschütztes quasi-Naturgebiet;

  2. das Schorfheide-Chorin Biosphärenreservat ist eine gut überwachte Kulturlandschaft;

  3. Enzugsgebiet des Uecker; und

  4. das Durable Environmental Multidisciplinary Monitoring Information Network (DEMMIN) betrieben vom “Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)".

Der dünn besiedelte Müritz-Nationalpark (322 km2) wurde 1990 gegründet und ist als quasi-natürlich zu betrachten. Er stellt eine komplexe Glaziallandschaft dar, bestehend aus  Grundmoränenlandschaften, Endmoränen und vorherrschenden Sanderflächen. Es finden sich hier zahlreiche Becken mit 107 Seen, die größer als 1 ha sind, einschließlich dem Müritzsee, dem größten See (117 km2) in der norddeutschen Tiefebene sowie Moore. Die Höhe liegt bei ca. 60-140 müNN. Der Nationalpark entwässert hauptsächlich über die obere Havel und die Elbe. Das Klima liegt im Übergangsbereich zwischen gemäßigtem ozeanischen und subkontinentalen Klima mit mittleren jährlichen Temperaturen um 8°C und einer mittleren jährlichen Niederschlagsmenge zwischen 550 und 630 mm. Etwa 70% des Parkgeländes sind bewaldet, hauptsächlich mit aufgeforsteten Kiefernbeständen. Andere bewaldete Bereiche bestehen aus trockenen und feuchten Laubmischwälder. Der Park ist in unterschiedliche Naturschutzzonen aufgeteilt: eine Kernzone von 93 km2 (29%), in der die Bodennutzung strengstens untersagt ist, eine Entwicklungszone von 219 km2 (68%), die überwiegend  (in geringem Umfang) bewirtschaftete Wäldern enthält und einem Anbaugebiet mit extensiv genutzten Weiden von 10 km2 (3%).

Das Schorfheide-Chorin Biosphärenreservat (1.290 km2) wurde 1990 gegründet und gehört zu dem Jungmoränengebiet mit allen geomorphologischen Elementen einer eiszeitlich überformten Landschaft (z.B. bis Ebenen, Becken Endmoränen, Sanderflächen). Die Höhe liegt zwischen ca. 2 bis 140 m über dem Meeresspiegel. Das Gebiet entwässert sowohl in die Ostsee (via Uecker, Randow und Oder) und in die Nordsee (über die Havel). Es umfasst 230 Seen mit einer Gesamtfläche von 90 km2 (7%) und zahlreiche Moore. Die Klimabedingungen liegen im Übergangsbereich zwischen gemäßigtem ozeanischen und subkontinentalem Klima mit jährlichen Durchschnittstemperaturen zwischen 8 und 9°C und mittlerer jährlicher Niederschlagsmenge zwischen 500 und 560 mm. Über 650 km2 (50%) des Biosphärenreservates sind bewaldet, vorherreschend sind hier aufgeforstete Kiefernbestände. Das natürliche Waldvegetation würde durch gemischte Laubbäume dominiert. Das Biosphärenreservat umfasst verschiedenartige Schutzgebiete: eine Kernzone von 50 km2 (4%) in der die Bodennutzung strengstens untersagt ist, eine Pufferzone von 240 km2 (19%) mit eingeschränkter Bodennutzung, und eine Entwicklungszone von 1.000 km2 (77%), die noch intensiv bewirtschaftete Wäldern und landwirtschaftliche Flächen umfasst, in der aber ein nachhaltiges Landnutzungkonzept derzeit umgesetzt wird. Bislang werden 24% der landwirtschaftlichen Nutzfläche ökologisch bewirtschaftet. Rund 35.000 Einwohner leben im Biosphärenreservat. Dies trägt der sehr niedrigen Bevölkerungsdichte von 27 Einwohner/km2 Rechnung.

Kennzeichnend für das Uecker Einzugsgebiet im pleistozänen glazialen Tiefland im nordöstlichen TERENO-Observatorium sind relativ trockene Bedingungen (mittlere Niederschlagsmenge ca. 550 mm, von denen rund 80% zurück in die Atmosphäre verdampfen) und eine sehr enge und direkte Wechselwirkung von Grund- und Oberflächenwasser. Bestandteil dieses Gebietes sind viele Seen unterschiedlicher Größe, von denen die meisten an die terrestrische Hydrologie nur durch Grundwasseranbindung gekoppelt sind (kein Oberflächenabfluss). Die wichtigsten Landnutzungstypen sind Ackerbau, Weideland oder Feuchtgebiete von hohem ökologischen Wert. Die Uecker fließt in das Oderhaff der Ostsee, so dass der nördliche Teil des Einzugsgebietes fast auf Meereshöhe liegt. Mehrere Teile des Einzugsgebietes sind von hohem ökologischen und Freizeitwert; andere Teile landwirtschaftlicher Flächen (oft entwässert) hingegen zeigen signifikante Veränderungen des Landnutzungsmanagement seit der politischen Wende im Jahr 1989 und einen gegenwärtigen Anstieg des Anbaus von Bioenergiepflanzen.

Das DEMMIN Testgebiet ist als eine ziemlich heterogene und landwirtschaftlich intensiv genutzte Fläche anzusehen, die etwa 180 km nördlich von Berlin liegt. Eine Fläche von rund 30.000 ha wird von einem Konsortium lokaler Bauern (die IG Demmin) bewirtschaftet, mit denen wir Nutzungsrechte bezüglich bestimmter Teile ihres Landbesitzes vereinbart haben.

Unterschiedlichste Bodeneigenschaften finden sich innerhalb des DEMMIN Testgebietes, was typisch für diese junge eiszeitliche Landschaft ist. Der nordöstliche Teil des Testgebietes wird vom "Deutschen Zentrum für Luft-und Raumfahrt" (DLR) betriebenen und gehört zu den Tiefebenen Vorpommerns. Der südwestliche Teil liegt im "Hinterland" der Mecklenburger Seenplatte.

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